Dein Baby und das Schlafen

Wer selber Mutter ist, kennt das Phänomen, wenn man plötzlich eine Affinität für die seltsamsten Dinge entwickelt. Ich spreche hier nicht von der Dekoration im Kinderzimmer oder irgendwelchen technischen Geräten.

Vielmehr geht es um Dinge, die das Kind jeden Tag betreffen und einfach lebensnotwendig sind (und damit für die Durchschnittsperson weniger erfreulich). Zum einen geht es um den Schlaf des Babys (zum anderen um den Stuhlgang).

Beides sind Aspekte, die besonders wichtig sind und wenn es nicht so gut läuft, sind das oft Anhaltspunkte, dass etwas nicht in Ordnung ist. Gerade beim Thema Schlafen entwickeln manche Eltern richtige Hysterien.

Dabei ist es gerade hier enorm wichtig, die Nerven zu bewahren. Was natürlich nicht immer ganz leicht ist, weil man nicht weiß, was okay ist und was nicht.

Deshalb haben wir uns im Folgenden damit auseinandergesetzt, was denn nun eigentlich “normal” ist. Hier findest du die wichtigsten Ansatzpunkte.

Hält sich dein Baby an den Stundenplan?

Der Grund, warum viele Eltern so unentspannt beim Thema Schlaf sind, ist leicht zu verstehen: Jeder möchte das Beste für sein Kind! Manchmal läuft es aber einfach nicht wie im Lehrbuch.

Deshalb ist es zu Beginn am wichtigsten den Druck herauszunehmen! Denn: es gibt sie nicht wirklich – die allgemeingültigen Schlafregeln an die sich alle halten müssen.

Zumindest nicht in dieser ersten Phase. Dein Baby folgt noch keiner inneren Uhr. Deshalb solltest du dich entspannen und einfach deinem Gefühl vertrauen.

Die ersten drei Monate

Zu Beginn schläft dein Baby die meiste Zeit. Dabei ist der Schlaf unorganisiert und über Tag und Nacht verstreut. Auch in der Nacht wird das Kleine gefüttert, was natürlich zu einem unstetigen Schlaf bei der Mutter führt.

Im zweiten Monat entwickeln sich erste Muster. Das Baby schläft ca. 5 Mal pro Tag bis zu einer Stunde. Auch der Schlaf in der Nacht ist nun etwas organisierter – wobei sich Wachphasen länger strecken können. Die Schlafenszeit sollte nun zwischen 8-10 Uhr liegen.

Im dritten Monat gibt es bereits längere Wachperioden. Das Baby benötigt nur mehr ca. 3 Schläfchen pro Tag: morgens, mittags, nachmittags etwa 45 bis 90 Minuten.

Ab jetzt sollte auf eine gute Struktur geachtet werden – das Schlafengehen und Aufwachen sollte zu denselben Zeiten erfolgen und einem Rhythmus folgen. Die Nächte können sich zwischen 4-8 Stunden erstrecken.

Ab dem 4. Monat…

Mittlerweile hat sich der interne Schlafrhythmus bereits gefestigt. Damit hast du als Elternteil auch etwas mehr Einfluss. Trotzdem solltest du immer noch auf die typischen Signale (gähnen, Augen reiben, …) achten und auch weiterhin einen konsistenten Zeitplan einhalten.

Die meisten Babys wachen zwischen 6 und 7 Uhr auf. Das Morgennickerchen bzw. Nachmittagsnickerchen kann ca. 2 ein halb Stunden dauern.

… bis zu 1 Jahr

Manche Eltern wollen den gesamten Zeitplan etwas nach hinten bzw. nach vorne verschieben. Zumindest die Schlafenszeit sollte festgelegt werden und sich im besten Fall zwischen 6 und 8 Uhr befinden.